Ausrüstungsvorschlag für Herbstliche Bergtouren mit Klettersteigen

  • Wanderstöcke
  • Gurt, Klettersteigset, Helm, kurz Bandschlinge mit Karabiner, ggf. Handschuhe
  • Reepschnüre (1 x einfache Körperlänge) für Reparaturen etc.
  • Stirnlampe
  • Erste-Hilfe-Material
  • Biwaksäcke für 2-Mann und zuzüglich Rettungsfolie
  • Sonnenschutzmittel / Lippenschutzmittel
  • Sonnenbrille
  • GPS / Handy ggf. Ladegerät
  • Karte / Klettersetigbeschreibungen als Kopie
  • ggf. Schreibzeug+Tagebuch+Stift, Buch
  • Trinkflasche / Trinkblase für Rucksack
  • Tourenproviant (z.B. Müsliriegel, Trockenobst, Schokolade …..)
  • Taschenmesser / Multitool
  • Rucksack (ca. 30-40 Liter)
  • Regenhülle Rucksack

Bekleidung

  • Berg-/Trekkingschuhe (an)
  • Wandersocken (2x – 1 Paar an, 1 Paar Rucksack) ggf. mit dünnen Seidensocken gegen Blasen
  • lange Berg-/Trekkinghose (1x Rucksack)
  • Zip-Hose dünn (1x an)
  • Regenhose (1x Rucksack)
  • Unterhosen (4x – 1 an, 3 Rucksack)
  • lange Unterhose (1x Rucksack, auch ggf. zum Schlafen)
  • kurzes Funktionsshirt (3x – 1 an, 2 Rucksack)
  • Langes Funktionsshirt (1x Rucksack)
  • dünnen (nicht zu dicken) Pullover (1x Rucksack)
  • Funktionsjacke (Wasser- und Winddicht) (1x an)
  • Dauenjacke (1x Rucksack)
  • Halstuch / Buff / Mütze / Handschuhe (je 1x Rucksack)

Für die Hüttenübernachtungen

  • Hüttenschlafsack
  • Baumwoll-T-Shirt / „Hütten-Socken“ (je 1x Rucksack)
  • Hüttenschuhe
  • Campinghandtuch klein
  • Waschmittel
  • Zahnbürste / Zahnpasta (20g für 5 Tage) / Zahnseide
  • Ohrenstöpsel
  • Fotoapparat inkl. Ersatzbatterien
  • Geld / AV-Ausweis

Gewicht gepackter Rucksack ohne Wasser und Proviant: 8,0 kg

Sehr empfehlswerte kleine nette Boulderhalle im Kölner Süden.

http://de-de.facebook.com/K11.Boulderraum

Text von http://www.stonemonkeys.com/protest.html:

„Leider ist es nun soweit! Mehrere Firmen haben nun die Absicht im Ginzling am Taufenkopf und im Zillergrundwald Fels abzubauen. Es ist zwar noch nicht alles genehmigt, aber das wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern.

Da der TVB und der Rest noch nicht viel erreicht haben, wollen wir uns mit einer „Unterschriftensammlung“ stark machen und den Abbaufirmen zeigen, dass wir, die Kletterer, mit einem Abbau vom Fels im Naturpark nicht einverstanden sind. Leider ist es oft so ,dass die Anrainer und die Protestierenden den kürzeren ziehen, aber wer weiß!

Jetzt brauchen wir eure Hilfe. Wir wollen mit dieser „Unterschriftensammlung“ den Abbaufirmen zeigen, dass das so nicht in Ordnung ist, also hilf uns und trage so deinen Beitrag zum Erhalt der Klettergebiet im hinteren Zillertal bei!“

Also gebt Eure Unterschrift online unter http://www.stonemonkeys.com/protest.html ab!

Hier ist mein ganz persönlicher Bericht zur Alpenüberquerung auf dem Fernwanderweg E5 Oberstdorf nach Meran. Und mit Anmerkungen, was ich beim nächsten Mal anders machen würde bzw. welche alternativen Strecken und Übernachtungsmöglichkeiten es gibt.

Mein persönliches Fazit vorweg: Absolut lohneswert, tolle Etappen und wahrsinnige Eindrücke. Die Alpen halt… Das nächste Mal würde ich ein paar Tage mehr einplanen und dann aber die von mir vorgeschlagenen alternativen Etappen gehen.

So wie wir den E5 gegangen sind, kann man ihn auch problemlos alleine wandern, jedoch in vielen Tälern und auf vielen Hütten kein Handy-Empfang, da sehr abgelegen. Einträge in die Hüttenbücher sind dann Pflicht.

Tag 1 – Köln > Anreise Oberstdorf > Taxi nach Spielmannsau > Aufstieg Kemptener Hütte

Grafik GoogleMap

Wir – meine Wanderpartnerin Gaby und ich – starten dem Auto um 5:00 Uhr in Brühl bei Köln und sind nach ca. 6 Std. in Oberstdorf. Das Auto parken wir auf dem Parkplatz P2. Kurz Umziehen den gepackten Rucksack auf den Buckel und auf geht es mit dem Taxi nach Spielmannsau. Von dort aus wandern wir zur Kemptener Hütte über eine schönes Seitental. Erstaunlicherweise liegt hier noch Anfang September immer noch Schnee. Nach zweieinhalb Stunden erreichen wir die überfüllte Hütte.
Kosten: Taxi Spielmannsau 12 Euro pro Person
Bewertung der Etappe: 870 hm Aufstieg, 0 hm Abstieg, Zeit 2:30 Std. (Angabe: 3:00 Std.), geringe konditionelle Anforderung, kaum Trittsicherheit erforderlich

Bewertung Kemptener Hütte: Massenbetreib, mehr Hotel, keine typische Hütte, nicht schön und zu meiden. Das Essen ist dem entsprechende…

Noch ein Hinweis zur Kemptner Hütte: Die Hütte ist am Wochenenden tierisch überlaufen, da sich hier verschiendene große Wanderwege kreuzen und viele Bergschulen den E5 am Wochenende anfangen zu begehen. Hier immer reservieren!! Wenn möglich in der Woche und nicht Freitags oder am Wochenende starten!!

Alternative Route: Start in Spielmannsau (bzw. Oberstdorf dann 8 Std. statt 6 Std.) über Kemptener Hütte nach Holzgau, um in Holzgau zu übernachten.

Tag 2 – Kemptner Hütte > Abstieg Holzgau > Taxi Talstation Materialbahn Memminger Hütte > Aufstieg Memminger Hütte

Von einer guten Freundin:

Hi Tim!

Wär DAS nix für Dich?!

Gruß ….

Überall liest mal, dass bei einem Sturz ein Friend mit mehreren Tonnen Kraft auf den Fels einwirken würde. Leider immer ohne nachvollziehbare Argumente. Daher stellen sich mir folgende Fragen:

a) Wie lautet die physikalische Berechnungsgrundlage für resultierende Kraft (inkl. Herleitung, Formel)?
b) Wieviel Kraft übt ein Friend auf den Fels aus, wenn man sich nur hineinsetzt und nicht hineinstürzt?

Drei Videos…
Ohne Worte…

[youtube 6qVwIuznFW0]

Es ist Winter und ab in die Alpen… Ziel: Silvretta Heidelberger Hütte…

Hier ein kleiner Vorgeschmack; Beitrag kommt…

Endlich!

Ausrüstungsvorschlag für winterliche Bergtouren mit Schneeschuhen in unvergletschertem Gebiet

Schneeschuhe und Skistöcke
Verschüttetensuchgerät mit neuen Batterien + Ersatzbatterien
Lawinenschaufel, Sonde
Reepschnüre (1 x doppelte Körperlänge, 1 x einfache Körperlänge)
Skibrille, Sonnenbrille (100 % UV-Schutz)
Stirnlampe
Erste-Hilfe-Material
Sonnenschutzmittel / Lippenschutzmittel
Biwaksäcke für 2-Mann und zuzüglich Rettungsfolie
GPS
Kompass
Karte
Planzeiger
Snowcard
Schreibzeug+Tagebuch+Stift, Buch
Trinkflasche
Tourenproviant (z.B. Müsliriegel, Trockenobst, Schokolade …..)
Taschenmesser/Tool
Rucksack für Tagestouren (ca. 30 – 40 Liter)

Bekleidung

geeignete warme Berg-/Trekkingschuhe
Strümpfe, schnelltrocknend
Funktions-Unterwäsche 2x
Skihose oder Berghose oder/und Überhose
Gamaschen
Fleece-Shirt (ggf. Windstopper) , dünner Fleece-Pullover
Daunenjacke
Funktionsjacke (wasser-/winddicht)
Warme Handschuhe + Ersatzhandschuhe
Mütze + Tuch
Sturmhaube?
Wechselwäsche

Hüttenübernachtung

Hüttenschlafsack
Hüttenschuhe
Camping-Handtuch und Kosmetikartikel
Zahnbürste und Zahnpasta
Seife/Shampoo wenn’s wieder in die Zivilisation geht
Ohrenstöpsel
ggf. Fotoapparat, Filme, Ersatzbatterien; Videokamera (mit Kabel für Fernsehanschluß)
Zahlungsmittel, Ausweise (vor allem: AV-Ausweis)

Biwak

Schlafsack Daune
Isomatte + Evazote
VBL
Zelt, Schneeheringe
Sigflasche als Wärmflasche
Kocher + Patronen
Topf + Deckel
Stahlwolle
Löffel (der reicht..)
Essen: Suppen zum Frühstück, Brot in Minipackungen, Pasten z.B. Alnatura, Teebeutel
Zucker, Salz
Pfeife für Notsignale
Regenschutz Rucksack
• ggf. Regenhose
Fleceemütze, Halstuch
Klopapier

Zwei Flachlandtiroler auf Abwegen?!

Warum nicht mal im Winter in einer Schneehöhle biwaken und tagsüber ein paar kleine Schneeschuh-Touren machen? Gesagt – getan.

Am 10.01.2008 war es soweit, es ging direkt nach der Arbeit von Brühl aus ab ins Kleinwalsertal. Nach ein knapp sechs Stunden Fahrt kamen wir im Dunkeln am Parkplatz Auenhütte unterhalb des Hohen Ifen an. Nach ein bisschen Suchen hatten wir ein „gemütliches Plätzchen“ zum Schlafen im Schnee unter freiem Himmel gefunden. (Achtung Privatgelände: Camping und Nachtparken verboten!) Während Dominic kochte (Hmm… Lecker assiatische Instandsuppe, nach der mein Auto noch wochenlang roch…) fing ich an unseren Schlafplatz im Schneee zu begradigen. Nach dem Essen dann noch schnell Biwaksack auspacken, Iso-Matte und Daunenschlafsack mit VBL rein und fretig war das Himmelbett mit traumhaften Blick dank sternenklarer Nacht. Gute Nacht!

Als wir am nächsten Tag mussten wir feststellen, daß wir direkt oberhalb und neben einer Piste genächtigt haben. Ups…

Also jetzt schnell frühstücken und Dominic den Umgang mit Schneeschuhen, LVS und Lawiensonde erklärt (üben tun wir mehrfach unterwegs…) und auf in den Schnee Richtung Schwarzwasserhütte. Traumhaft der Weg, wenn nicht dank Proviant und Zelt der Rucksack so schwer wäre. Die ersten Kilometer geht es sehr flach aber der Melköde geht es dann gut Bergauf. Nach zwei bis drei Studen endlich die Hütte. Pause! Die brauche ich auch…

Und weiter geht’s zum Gerachsattel (1752m) unserem Biwakplatz. (Warum gerade hier: sehr sicher vor Lawinen! Und da es Dominics erstes Winterbiwak war: für Notfälle Schwarzwasserhütte in der Nähe und ggf. das Auto in zwei Stunden Entfernung) Eigentlich wollten wir in einer Schneehöhle schlafen, aber nach fast zwei Stunden schaufeln in schweren harten Schnee gegeben wir auf. Zum Glück haben noch ein Zelt als Backup dabei :-). Also die nächste Nacht im Zelt mitten in den Bergen auf rund 1700m.

Wäre da nicht der Föhnsturm, der aufkommt. Immer wieder biegt sich das Zelt so stark, daß ich denke gleich brechen die Stangen. War nicht gerade beruhigend. (Na ja schon ehrlich: Hatte schon ein bischen Schiss…) Aber irgendwann denke ich ist doch egal wenn’s Zeltgestänge bricht. Wir haben ja noch eine kleine Schneehöhle, die zum Überleben für zwei Personen reicht, und es gibt ja noch die Hütte und das Auto, welche wir dank GPS wiederfinden würden. Also Ohrstöpsel rein, da es durch den Sturm echt laut ist, und glücklich müde einschlafen.

Am nächsten Tag ist der Sturm vorbei, des hat ordentlich Schneeverfrachtungen gegeben und es schneit. Frühstück und los geht’s. Lawienlagebericht (LLB) hören: „obere“ Stufe 3 („sehr defensive Routenwahl“). Erster Versuch Richtung Diedamsattel (1800m). Abbruch der Tour wegen den mächtigen Schneepaketen in der Nord-Wand vom Kreuzmandl (1974m), es gibt scheinbar keinen Weg ohne erhebliche Gefahren einzugehen. Also rauf zum Hehlekopf (2058m) bei starken Schneetreiben. Ca. 100m unterhalb des Gipfel gibt es eine Stelle mit ca. 32 Grad Steilheit, durch die wir müssten. Wegen dem LLB ebenfalls Abbruch, auch wenn mehrere Gruppen auf dem Weg rauf und runter sind… Mir ist das zu link. (Mein Moto lautet nicht: Fresst Scheiße Millionen Fliegen können nicht irren) War aber trotzdem schön!

Nächste Nacht schlafen wir ungeplanterweise in der Schwarzwasserhütte wegen Magenproblemen. Leider ist die Hütte tierisch voll, wir können nur noch in Notlager schlafen. Aber so einen Luxus-Notlager habe ich noch nie gesehen! Bei der Ankunft kurze Frage des Hüttenwirts mit einem breiten Grinsen: „Naja wie war’s beim Biwaken. War letzte Nacht ein wenig stürmisch, oder?“

Am nächsten Morgen geht es dann ins Tal und ganz gemütlich zurück nach Hause. Leider! Aber ich komme wieder…

Und noch ein Tip an Dominic:
Im Biwak braucht man keine 2 Liter Milch und frischen Filterkaffee… Macht auf den Rucksack leichter! 😉

 

Hier noch ein paar Fotos von der Tour:

 

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