{"id":7,"date":"2008-01-15T20:35:02","date_gmt":"2008-01-15T19:35:02","guid":{"rendered":"https:\/\/mx0.timk.de\/blog\/index.php\/archives\/7"},"modified":"2008-02-26T22:27:14","modified_gmt":"2008-02-26T21:27:14","slug":"winterbiwak-im-kleinwalser-tal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.timk.de\/blog\/2008\/01\/15\/winterbiwak-im-kleinwalser-tal\/","title":{"rendered":"Winterbiwak im Kleinwalser Tal"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Flachlandtiroler auf Abwegen?!<\/p>\n<p>Warum nicht mal im Winter in einer Schneeh\u00f6hle biwaken und tags\u00fcber ein paar kleine Schneeschuh-Touren machen?\u00a0Gesagt &#8211; getan.<\/p>\n<p>Am 10.01.2008 war es soweit, es ging direkt nach der Arbeit von Br\u00fchl aus ab ins Kleinwalsertal. Nach ein knapp sechs Stunden Fahrt kamen wir im Dunkeln am Parkplatz Auenh\u00fctte unterhalb des Hohen Ifen an. Nach ein bisschen Suchen hatten wir ein &#8222;gem\u00fctliches Pl\u00e4tzchen&#8220; zum Schlafen im Schnee unter freiem Himmel gefunden. (Achtung Privatgel\u00e4nde: Camping und Nachtparken verboten!) W\u00e4hrend Dominic kochte (Hmm&#8230; Lecker assiatische Instandsuppe, nach der mein Auto noch wochenlang roch&#8230;) fing ich an unseren Schlafplatz im Schneee zu begradigen. Nach dem Essen dann noch schnell Biwaksack auspacken, Iso-Matte und Daunenschlafsack mit VBL rein und fretig war das Himmelbett mit traumhaften Blick dank sternenklarer Nacht. Gute Nacht!<\/p>\n<p>Als wir am n\u00e4chsten Tag mussten wir feststellen, da\u00df wir direkt oberhalb und neben einer Piste gen\u00e4chtigt haben. Ups&#8230;<\/p>\n<p>Also jetzt schnell fr\u00fchst\u00fccken und Dominic den Umgang mit Schneeschuhen, LVS und Lawiensonde erkl\u00e4rt (\u00fcben tun wir mehrfach unterwegs&#8230;) und auf in den Schnee Richtung Schwarzwasserh\u00fctte. Traumhaft der Weg, wenn nicht dank Proviant und Zelt der Rucksack so schwer w\u00e4re. Die ersten Kilometer geht es sehr flach aber der Melk\u00f6de geht es dann gut Bergauf. Nach zwei bis drei Studen endlich die H\u00fctte. Pause! Die brauche ich auch&#8230;<\/p>\n<p>Und weiter geht&#8217;s zum Gerachsattel (1752m) unserem Biwakplatz. (Warum gerade hier: sehr sicher vor Lawinen! Und da es Dominics erstes Winterbiwak war: f\u00fcr Notf\u00e4lle Schwarzwasserh\u00fctte in der N\u00e4he und ggf. das Auto in zwei Stunden Entfernung) Eigentlich wollten wir in einer Schneeh\u00f6hle schlafen, aber nach fast zwei Stunden schaufeln in schweren harten Schnee gegeben wir auf. Zum Gl\u00fcck haben noch ein Zelt als Backup dabei :-). Also die n\u00e4chste Nacht im Zelt mitten in den Bergen auf rund 1700m.<\/p>\n<p>W\u00e4re da nicht der F\u00f6hnsturm, der aufkommt. Immer wieder biegt sich das Zelt so stark, da\u00df ich denke gleich brechen die Stangen. War nicht gerade beruhigend. (Na ja schon ehrlich: Hatte schon ein bischen Schiss&#8230;) Aber irgendwann denke ich ist doch egal wenn&#8217;s Zeltgest\u00e4nge bricht. Wir haben ja noch eine kleine Schneeh\u00f6hle, die zum \u00dcberleben f\u00fcr zwei Personen reicht, und es gibt ja noch die H\u00fctte und das Auto, welche wir dank GPS wiederfinden w\u00fcrden. Also Ohrst\u00f6psel rein, da es durch den Sturm echt laut ist, und gl\u00fccklich m\u00fcde einschlafen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ist der Sturm vorbei, des hat ordentlich Schneeverfrachtungen gegeben und es schneit. Fr\u00fchst\u00fcck und los geht&#8217;s. Lawienlagebericht (LLB) h\u00f6ren: &#8222;obere&#8220; Stufe 3 (&#8222;sehr defensive Routenwahl&#8220;). Erster Versuch Richtung Diedamsattel (1800m). Abbruch der Tour wegen den m\u00e4chtigen Schneepaketen in der Nord-Wand vom Kreuzmandl (1974m), es gibt scheinbar keinen Weg ohne erhebliche Gefahren einzugehen. Also rauf zum Hehlekopf (2058m) bei starken Schneetreiben. Ca. 100m unterhalb des Gipfel gibt es eine Stelle mit ca. 32 Grad Steilheit, durch die wir m\u00fcssten. Wegen dem LLB ebenfalls Abbruch, auch wenn mehrere Gruppen auf dem Weg rauf und runter sind&#8230; Mir ist das zu link. (Mein Moto lautet nicht: Fresst Schei\u00dfe Millionen Fliegen k\u00f6nnen nicht irren) War aber trotzdem sch\u00f6n!<\/p>\n<p>N\u00e4chste Nacht schlafen wir ungeplanterweise in der Schwarzwasserh\u00fctte wegen\u00a0Magenproblemen. Leider ist die H\u00fctte tierisch voll, wir k\u00f6nnen nur noch in Notlager schlafen. Aber so einen Luxus-Notlager habe ich noch nie gesehen! Bei der Ankunft kurze Frage des H\u00fcttenwirts mit einem breiten Grinsen: &#8222;Naja wie war&#8217;s beim Biwaken. War letzte Nacht ein wenig st\u00fcrmisch, oder?&#8220;<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen geht es dann ins Tal und ganz gem\u00fctlich zur\u00fcck nach Hause. Leider! Aber ich komme wieder&#8230;<\/p>\n<p>Und noch ein Tip an Dominic:<br \/>\nIm Biwak braucht man keine 2 Liter Milch und frischen Filterkaffee&#8230; Macht auf den Rucksack leichter! ;-)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Hier noch ein paar Fotos von der Tour:<\/p>\n<p>\u00a0[jalbum_iframe_album:https:\/\/mx0.timk.de\/jalbum\/Schneeschuhwandern Kleinwalsertal\/,100%,600px]<\/p>\n<p>Album \u00bb\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Flachlandtiroler auf Abwegen?! Warum nicht mal im Winter in einer Schneeh\u00f6hle biwaken und tags\u00fcber ein paar kleine Schneeschuh-Touren machen?\u00a0Gesagt &#8211; getan. Am 10.01.2008 war es soweit, es ging direkt nach der Arbeit von Br\u00fchl aus ab ins Kleinwalsertal. 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